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Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs

Gutachten zu Zuweisungen für Auslandsversicherte

Download IconGutachten zu Zuweisungen für Auslandsversicherte nach § 269 Abs. 3 SGB V i. V. m. § 33 Abs. 4 RSAV

Auswahl eines Versichertenklassifikationsmodells

Vom Jahr 2009 an sind im Risikostrukturausgleich als Risikomerkmal die Morbiditätsgruppen eines vom Bundesversicherungsamt festgelegten Versichertenklassifikationsmodells zu Grunde zu legen. Diese Morbiditätsgruppen werden zusätzlich zu den bisherigen Ausgleichsfaktoren im Risikostrukturausgleich (Alter, Geschlecht, Bezug einer Erwerbsminderungsrente) berücksichtigt.

Das Versichertenklassifikationsmodell wird auf Grundlage von Diagnosen und Arzneimittelwirkstoffen Risikozuschläge ermitteln und soll auf Klassifikationsmodellen aufbauen, deren Einsatzfähigkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden ist (§ 29 Satz 1 Nr. 1 RSAV).

Die Auswahl des Versichertenklassifikationsmodells und seine Anpassung an die Gegebenheiten der gesetzlichen Krankenversicherung haben so zu erfolgen, dass keine Anreize für medizinisch nicht gerechtfertigte Leistungsausweitungen geschaffen und Anreize zur Risikoselektion vermieden werden.

Weiterführende Informationen:


Das an die gesetzliche Krankenversicherung angepasste Versichertenklassifikationsmodell ist an Hand von 50 bis 80 Krankheiten zu filtern und prospektiv auszugestalten.

Bei der Auswahl der Krankheiten sollen insbesondere Krankheiten mit schwerwiegendem Verlauf und kostenintensive chronische Krankheiten, bei denen die durchschnittlichen Leistungsausgaben je Versicherten die durchschnittlichen Leistungsausgaben aller Versicherten um mindestens 50 vom Hundert übersteigen, berücksichtigt werden. Die Krankheiten sollen eng abgrenzbar sein ( § 31 Abs. 1 RSAV).

Pflege und Weiterentwicklung des Versichertenklassifikationsmodells

Das Bundesversicherungsamt hat jährlich zum 30. September die Festlegungen zu den zu berücksichtigenden Krankheiten, zum Klassifikationsmodell und zum Berechnungsverfahren für das folgende Ausgleichsjahr zu treffen. Es wird hierbei durch den Interner Link IconWissenschaftlichen Beirat zur Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs unterstützt.

Weiterführende Informationen: