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B U N D E S V E R S I C H E R U N G S A M T
Zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz
Kurzüberblick zur Durchführung der Abschlussprüfung für
Kaufmann / Kauffrau im Gesundheitswesen
(Stand: Juni 2014)

WIE wird die schriftliche Prüfung durchgeführt?

An zwei Arbeitstagen sind drei Arbeiten in folgenden Prüfungsfächern zu schreiben:

  1. Gesundheitswesen (höchstens 120 Minuten)
  2. Geschäfts- und Leistungsprozesse (höchstens 150 Minuten)
  3. Wirtschaft- und Sozialkunde (höchstens 90 Minuten)
     
    Als Hilfsmittel wird lediglich ein geräuscharmer Taschenrechner zugelassen, der netzunabhängig und nicht programmierbar ist.

WAS kommt „dran“?

Im fachlichen Teil der ersten beiden Prüfungsbereiche können die kompletten Lerninhalte des Ausbildungsrahmenplanes geprüft werden. Im Fach Wirtschaft- und Sozialkunde soll der Bezug zum Gesundheitswesen in der Prüfung hervorgehoben werden.

WIE läuft die mündliche Prüfung ab?

Im vierten Prüfungsbereich wird in der mündlichen Prüfung ein fallbezogenes Prüfungsgespräch von Ihnen erwartet. Sie haben die Wahlmöglichkeit aus zwei bis drei praxisbezogenen Fällen aus betrieblichen Ausbildungsschwerpunkten. Auf diesen Sachverhalt können Sie sich 15 Minuten vorbereiten, bevor ein 20minütiges Prüfungsgespräch folgt.

Der zu erörternde Sachverhalt kommt aus folgenden Prüfungsgebieten:

-      Kooperation, insbesondere Lösung von innerbetrieblichen Aufgaben,

-      Kommunikation, insbesondere Information,

-      Verkauf und Beschwerdemanagement.

WIE und VON WEM werden die Prüfungsleistungen bewertet?

Die Prüfungsordnung regelt die genauen Prüfungsformalitäten wie z. B.:

Zulassungsvoraussetzungen, genaue Gliederung der Prüfung, Bewertungsmaßstäbe, Ausstellen der Prüfungszeugnisse, Täuschungshandlungen, Wiederholungsprüfung.

Genauere Informationen zum Prüfungsablauf, sowie die Prüfungsordnung, erhalten sie bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Der Prüfungsausschuss besteht aus fünf, mindestens drei Prüfern/Prüferinnen.

Bei überragenden Leistungen in der betrieblichen Ausbildung, in der Zwischenprüfung und in der Berufsschule ist eine vorgezogene Abschlussprüfung möglich.

Punkte und Wertigkeit der Prüfungsteile

Jeder der vier Prüfungsbereiche wird mit 100 Punkten bewertet.

  1. Gesundheitswesen                             1/3 %
  2. Geschäfts- und Leistungsprozesse    1/6 %
  3. Wirtschaft- und Sozialkunde               1/6 %
  4. Mündliche Prüfung                              1/3 %

WIE werden die Prüfungsleistungen bewertet?

  • 100 bis 92 Punkte = sehr gut
  • unter 92 bis 81 Punkte = gut
  • unter 81 bis 67 Punkte = befriedigend
  • unter 67 bis 50 Punkte = ausreichend
  • unter 50 bis 30 Punkte = mangelhaft
  • unter 30 bis 0 Punkte = ungenügend

WANN und WO findet die Prüfung statt?

Sie werden rechtzeitig von ihrer Kasse zu ihrer jeweiligen Prüfung angemeldet und durch die Industrie- und Handelskammer eingeladen.

WANN ist die Prüfung bestanden?

Für das Bestehen der Prüfung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Das Gesamtergebnis muss mindestens ausreichend (mindestens 50 Punkte) sein und es darf nur einer der vier Prüfungsbereiche mit „mangelhaft“ bewertet worden sein. Es darf kein Prüfungsbereich mit „ungenügend“ bewertet sein.

WANN kann eine Ergänzungsprüfung durchgeführt werden?

Bei nicht bestandener Prüfung kann auf Antrag des Prüfungsteilnehmers ein ergänzendes Prüfungsgespräch von etwa 15 Minuten durchführt werden, wenn dieses für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Stehen zwei Prüfungsbereiche zur Auswahl, bestimmt der Prüfungsteilnehmer, in welchem Fach er geprüft wird.

WIE wird die Ergänzungsprüfung beantragt?

Der Antrag ist vom Prüfungsteilnehmer - unter Angabe des Prüfungsfachs - spätestens im Anschluss an die Bekanntgabe des Ergebnisses der mündlichen Prüfung beim Vorsitzenden zu stellen. Der Prüfungsausschuss entscheidet, ob die Voraussetzungen für eine Ergänzungsprüfung vorliegen. Die Ergänzungsprüfung soll sich unmittelbar an die mündliche Prüfung anschließen.

WELCHE Prüfungserleichterungen können gewährt werden?

Behinderten Menschen kann auf Antrag eine angemessene Erleichterung (Schreibzeitverlängerung bzw. Pausenregelung) gewährt werden. Dem Antrag ist ein zeitnahes ärztliches Attest beizufügen, aus dem sich Art und Umfang der Behinderung ergeben.

WAS passiert, wenn die Prüfung nicht bestanden wurde?

Eine nicht bestandene Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden. Wurden in einzelnen Prüfungsbereichen mindestens ausreichende Leistungen erzielt, können diese auf schriftlichen Antrag des Prüfungsteilnehmers bei der Wiederholungsprüfung angerechnet werden.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Interner Link IconAusbildungsberater.

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